... auch für ihn gilt unter vielen anderen:
Wilhelm Salomon-Calvi (geb. 15. Februar 1868 als Wilhelm Salomon in Berlin; im unfreiwilligen Exil gest. am 15. Juli 1941 in Ankara) war ein bekannter Geologieprofessor, der von 1897 bis 1933 an der Universität Heidelberg forschte und lehrte. Bekannt ist er vor allem durch die Entdeckung der Radiumsole-Quelle in Heidelberg-Bergheim, früher wirklich ein Thermalbad.
Nach dem Studium in Zürich, Leipzig und Berlin wirkte Salomon an den Universitäten Pavia und Heidelberg, Professur für Stratigraphie und Paläontologie. 1908 übernahm er die Leitung des Geologisch-Paläontologischen Instituts.
1892 hatte Salomon Rosalina Calvi geheiratet. Bei dieser Gelegenheit konvertierte er von der jüdischen Religion zur katholischen und fügte den Familiennamen seiner Ehefrau seinem eigenen hinzu. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
Das Spezialgebiet Salomon-Calvis war die Tektonik des Oberrheingrabens. Diese Kenntnisse erlaubten ihm, das Vorhandensein von heißen Quellen in Heidelberg oder Umgebung anzunehmen. Nach mehreren vergeblichen Bohrungen stieß man bei einer Bohrung unter der Leitung von Salomon-Calvi in Bergheim in 998 Metern Tiefe auf eine 27 Grad warme, Radium-haltige Quelle. Um die Quelle therapeutisch zu nutzen, wurde an der heutigen Vangerowstraße das Radium-Solbad erbaut, das bis 1957 bestand, als die Quelle wegen eines Bohrrohrbruchs versiegte.
In den Jahren 1911/12 erbaute ihm der Heidelberger Architekt Franz Sales Kuhn seine Villa am Albert-Ueberle-Weg 2 in Heidelberg-Neuenheim.
Im Jahr 1934 nahmen ihm die Nazis seine Stellung als Hochschullehrer. Die Stadt Heidelberg entzog ihm 1933 die Ehrenbürgerwürde, die er am 1. Mai 1926 wegen der Erschließung der Radium-Solquelle (Thermalquelle) verliehen bekommen hatte. Zitat: der an Radiumsalzen reichsten Quelle der Welt.[1]
Wilhelm Salomon-Calvi hat noch für seine 1918 verstorbene Ehefrau Rosalina Salomon-Calvi eine Grabanlage auf dem Heidelberger Bergfriedhof gewählt. Das Familiengrab befindet sich dort hoch oben in der Abteilung Y. Jedoch beerdigt wurde Wilhelm Salomon-Calvi in Ankara
Wilhelm Salomon-Calvi hat für seine 1918 verstorbene Ehefrau Rosalina Salomon-Calvi eine Grabanlage auf dem Heidelberger Bergfriedhof gewählt. Das Familiengrab befindet sich dort hoch oben in der Abteilung Y. Jedoch beerdigt wurde Wilhelm Salomon-Calvi in Ankara
1934 emigrierte Salomon-Calvi in die Türkei und nahm einen Ruf an die land- und forstwirtschaftliche Hochschule in Ankara an. An derselben Hochschule gründete und leitete er das Geologische Institut. Für die Stadt Ankara schuf er eine zentrale Wasserversorgung. Der Leichnam ist auf einem städtischen Friedhof in Ankara bestattet.
In Heidelberg erinnert wenig an Wilhelm Salomon-Calvi, eine Gedenktafel am Gebäude des früher dort ansässigen Geologischen Instituts, Hauptstraße 52.
Weblinks[]
- Hans-Martin Mumm: Die Erschließung der Thermalquelle und der Bau des Radium-Solbads. 1912 bis 1928. In: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, Band 5 (2000), S. 55–76
- Informationen zu Salomon-Calvi auf der Webseite beim Heidelberger Geschichtsverein
- Vorlage in der: Wikipedia
- ↑ Salomon, Wilhelm: Die Erbohrung der Heidelberger Radium-Sol-Therme und ihre geologischen Verhältnisse.