Philipp Eduard Anton (von) Lenard (1862 — 1947) war Physiker. Für seine Arbeiten zur Festkörper- und Atomphysik wurde ihm 1905 der Nobelpreis für Physik verliehen.
- 1907 nahm er einen Ruf in das physikalische Institut der Heidelberger Universität als Ordinarius an.
- 1913 Aufbau des Instituts zu einem der modernsten und größten physikalische Institute in Deutschland
- ab 1914 beginnt seine Abwendung von der modernen abstrakten Physik
- ab 1922 Zuwendung zum Nationalsozialismus
- 1926 persönliches Treffen mit Adolf Hitler in Heidelberg
- 1929 erscheint sein Werk "Große Naturforscher", ein NS-Propagandawerk für die sog. "Deutsche Physik" oder auch "Arische Physik".
- 1932 Emeritierung
- am 23. Mai 1933 erhalten Adolf Hitler und Philipp Lenard die Ehrenbürgerschaft der Stadt Heidelberg angetragen.
- 1935 wird das Physik-Institut in "Philipp-Lenard-Institut" umbenannt.
- 1937 wird er Mitglied der NSDAP und Träger des Goldenen Ehrenabzeichens.
- 1944 wird ein Teil seines physikalischen Instituts nach Messelhausen in Baden verlagert. Er zieht mit.
- 1945 Verschonung von Entnazifizierungsmaßnahmen wegen seines hohen Alters.
- 1947 stirbt Lenard in Messelhausen
Lenards Nachlass ist im Deutschen Museum in München.
fehlt: der Fahnenstreit beim Tod Rathenaus