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Mit Heidelberg in Beziehung stehende (spätere) Nobelpreisträgerinnen waren



Friedrich Bergius, 1931[]

Friedrich Bergius erhält mit Carl Bosch für die Entwicklung chemischer Hochdruckverfahren (Kohlehydrierung) gemeinsam den Nobelpreis für Chemie.

Carl Bosch, 1931[]

Chemiker (*27. August 1874 in Köln, † 26. April in Heidelberg), Vorstandsvorsitzender der BASF, Vorstandsvorsitzender der I.G. Farbenindustrie AG, erhielt 1931 mit Friedrich Bergius den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung chemischer Hochdruckverfahren (Kohlehydrierung).

Walter Bothe, 1954[]

Physiker (*1891 in Oranienburg, †1957 in Heidelberg), Professor in Berlin, Gießen und Heidelberg und Direktor des Kaiser-Wilhelm- (später Max-Planck-) Instituts für medizinische Forschung. Den Nobelpreis für Physik erhielt er 1954 für die Entwicklung der Koinzidenzmethode und der mit ihr gemachten Entdeckungen. Vgl. Bothestraße.

Jacques Dubochet, 2017[]

Dubochet war ab 1987 neun Jahre lang in Heidelberg am EMBL tätig, wo er mit seinem Team die Kryo-Elektronenmikroskopie entwickelte. Dafür erhielt er später mit Joachim Frank and Richard Henderson den Chemie-Nobelpreis.

Harald zur Hausen, 2008[]

der 72jährige Heidelberger Krebsforscher erhielt 2008 mit zwei Franzosen den Nobelpreis für Medizin (RNZ, 7. Oktober 2008)

Quelle: http://www.uni-heidelberg.de/univ/nobel.html

Hans Jensen, 1963[]

Physiker (*1907 in Hamburg, †1973 in Heidelberg), Professor für theoretische Physik in Hannover, Hamburg und Heidelberg, entwickelte das Schalenmodell zur Erklärung der Stabilität von Atomkernen bei bestimmten Nukleonenzahlen und erhielt für diese Arbeit 1963 den Nobelpreis für Physik.

Wolfgang Ketterle, 2001[]

Der in Heidelberg geborene Physiker Wolfgang Ketterle erhielt im Oktober 2001 mit zwei Amerikanern den Nobelpreis für Physik (vgl. RNZ, 10. Oktober 2001)

Albrecht Kossel, 1910[]

Biochemiker (*1853 in Rostock, †1927 in Heidelberg), Professor für Physiologie in Berlin, Marburg und Heidelberg, war einer der ersten, der die Methoden der organischen Chemie auf die Untersuchung biologischer Systeme anwandte. Er erhielt 1910 den Nobelpreis für Medizin für seine Arbeiten über Proteine und insbesondere die Nukleinsäuren.

Richard Kuhn, 1938[]

Chemiker (*1900 in Wien, †1967 in Heidelberg), Professor in Zürich und Heidelberg und Direktor am Heidelberger Kaiser-Wilhelm- (später Max-Planck-) Institut für medizinische Forschung, erhielt für seine Arbeiten über Carotinoide und Vitamine 1938 den Nobelpreis für Chemie. Dieser wird ihm erst nach Kriegsende überreicht, da ihm die deutsche Regierung verbietet, das Land zu verlassen.

Philipp Lenard, 1905[]

Physiker (*1862 in Bratislava, †1947 in Messelhausen), Professor in Breslau, Aachen, Heidelberg, Kiel und ab 1907 wieder in Heidelberg tätig, erhielt 1905 den Nobelpreis für Physik für seine Arbeiten über die Natur der Kathodenstrahlen. Im Widerspruch zu seiner wissenschaftlichen Kompetenz stand in den späteren Lebensjahren sein Einsatz für die NS - „Deutsche Physik“, die sich zum Ziel gesetzt hatte, alles „Jüdische“, insbesondere die Relativitätstheorie, aus der Physik zu entfernen.

Otto Meyerhof, 1922[]

Biochemiker (1884 — 1951), Professuren in Kiel, Berlin und Heidelberg. Nachdem ihm 1935 durch die Nationalsozialisten die Lehrbefugnis entzogen worden war, emigrierte er über Paris in die USA. Den Nobelpreis für Medizin erhielt er 1922 für die Entdeckung energetisch wichtiger Zyklen in biologischen Reaktionsketten.

Christiane Nüsslein-Volhard, 1995[]

Christiane Nüsslein-Volhard erhielt 1995 den Medizin-Nobelpreis – als erste deutsche Frau. Die Biochemikerin bekam die Auszeichnung gemeinsam mit den Amerikanern Edward Lewis und Eric Wieschaus für ihre Erforschung der genetischen Embryonalentwicklung. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe leitete Nüsslein-Volhard das Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Zuvor hatte sie einige Jahre lang in Heidelberg am EMBL gearbeitet und dort bereits Ende der 70er-Jahre zu Embryonen geforscht. Ihre Entdeckung war, dass die Signale zur Gestaltbildung von der Mutter nicht vom Embryo ausgehen.

Ernst August Ruska, 1986[]

Der in Heidelberg geborene Physiker Ernst August Friedrich Ruska (1906-1988) erhielt 1986 den Nobelpreis für Physik zur Hälfte.

Bert Sakmann, 1991[]

Mediziner (*1942 in Stuttgart), forschte 1974-1989 am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen, arbeitete seit 1989 am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg und war gleichzeitig Professor an der Ruprecht-Karls-Universität. Er erhielt 1991 den Nobelpreis für Medizin für die Entwicklung einer Methode zur Untersuchung der Funktion einzelner zellulärer Ionenkanäle. Nach seiner Emeritierung ging er nach München, um dort weiter zu forschen.

Georg Wittig, 1979[]

Chemiker (1897 — 1987), Professuren in Braunschweig, Freiburg i.B., Tübingen und Heidelberg. Er entwickelte schon früh eine allgemein anwendbare Olefinsynthese zum Nachbau komplizierter Naturstoffe (Wittig-Reaktion, 1947, Pat. 1950) und erhielt dafür 1979 gemeinsam mit dem US-Amerikaner Herbert C. Brown den Nobelpreis für Chemie.