Maximilian Joseph von Chelius (1794 — 1876) war Medizin-Professor und Gründer der chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg.
1817 wurde er außerordentlicher, 1818 ordentlicher Professor für allgemeine und ophthalmologische Chirurgie an der Universität Heidelberg. Unter seiner Leitung erhielt die chirurgische Universitätsklinik Heidelberg überregionale Bedeutung. Einer seiner bekanntesten Patienten war Frédéric Chopin, der eine Fingervereiterung in Heidelberg behandeln ließ. Chelius hat maßgeblich zum Aufbau der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg beigetragen. Vincenz Czerny betonte noch bei der Eröffnung des neuen Operationssaales* im Jahr 1894, also hundert Jahre nach der Geburt von Chelius, dass die Universität Heidelberg es in erster Linie Chelius verdanke, dass aus der „verachteten medicinischen Schule“ in Heidelberg ein moderne Medizinschule nach dem Vorbild der Schule von Salerno wurde.
- Das Palais Morass an der Hauptstraße hat er 1831 erworben.
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Der OP-Saal stand in der Heidelberger Hauptstraße Nr. 47-51 im Hof des heutigen „Psychologischen Instituts“.