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Kurt Andermann (15. August 1950 in Speyer) ist ein Historiker und Archivar (-rat?). Er forscht vor allem zur südwestdeutschen und vergleichenden Landesgeschichte sowie zur Verfassungs- und Sozialgeschichte des Mittelalters.

Schriften[]

Seine Forschungsschwerpunkte sind die südwestdeutsche und vergleichende Landesgeschichte, die allgemeine Verfassungs- und Sozialgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Andermann legte zur badischen, pfälzischen und fränkischen Geschichte Veröffentlichungen zum Adel, zur Leibeigenschaft, zu den Residenzen oder zu den landesherrlichen Städten vor.

  • Kurt Andermann: Die Integration des Ritteradels in den Pfälzer Hof, in: Die Wittelsbacher und die Kurpfalz im Mittelalter, Regensburg 2013
  • Kurt Andermann: Guttenberg über dem Neckar. Die Geschichte einer Burg und ihrer Herrschaft. Thorbecke, Ostfildern 2021, ISBN 978-3-7995-1548-1.
  • Kurt Andermann, Franz Maier: Die Urkunden des Freiherrlich von Gemmingen’schen Archivs von Burg Hornberg über dem Neckar. Regesten 1283 bis 1845 (= Sonderveröffentlichungen des Heimatvereins Kraichgau e. V. Nr. 38). verlag regionalkultur, Heidelberg 2018, ISBN 3-95505-057-2.
  • * Kurt Andermann: Die Urkunden des Freiherrlich von Adelsheim’schen Archivs zu Adelsheim (Regesten) 1291–1875 (= Zwischen Neckar und Main. Bd. 27). Verein Bezirksmuseum Buchen, Buchen, 1995. ISBN 3-923699-17-4.
  • Kurt Andermann, Gerrit Jasper Schenk: Bauernkrieg. Regionale und überregionale Aspekte einer sozialen Erhebung (= Kraichgauer Kolloquium. Bd. 14). Thorbecke, Ostfildern, 2024, ISBN 978-3-7995-9284-0.
  • Kurt Andermann: Residenzen. Aspekte hauptstädtischer Zentralität von der frühen Neuzeit bis zum Ende der Monarchie (= Oberrheinische Studien. Bd. 10). Thorbecke, Sigmaringen, 1992. ISBN 3-7995-7810-2.

In seiner Dissertation befasste er sich mit fünf in der südlichen (linksrheinischen) Pfalz ansässigen Niederadelsfamilien. Er behandelte diese nach dem Schema Genealogie, Besitzentwicklung, das Konnubium, Dienstverhältnisse und Abhängigkeiten sowie die geistlichen Pfründen. Im Jahr 1982 legte er eine Edition vom ältesten und in zwei Fassungen überlieferten Lehnbuch des Hochstifts Speyer vor.[1]

Ebenfalls legte er 1995 ein Regestenwerk zum Adelsheim’schen Archiv vor. Die 533 erarbeiteten Regesten umfassen die Zeit von 1291 bis 1875. Durch Rückgriff auf die kopiale Überlieferung, also auf Abschriften aus dem 19. und früheren Jahrhunderten, rekonstruierte Andermann die Urkunden eines 1848 größtenteils vernichteten Adelsarchivs.[2] Mit Franz Maier brachte er ein 500 Seiten umfassendes Werk mit mehr als 1000 Regesten aus der Zeit von 1243 bis 1845 zu den Urkunden aus dem Freiherrlich von Gemmingen’schen Archiv auf Burg Hornberg heraus.[3]


Weblinks[]


im Einzelnen zu:

  1. Kurt Andermann: Das älteste Lehnbuch des Hochstifts Speyer von 1343/47 bzw. 1394/96. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 130, 1982, S. 1–70.
  2. Vgl. dazu die Besprechungen von Peter Schiffer in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 55, 1996, S. 517–518; Rudolf Schieffer in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 52, 1996, S. 209 (online).
  3. Vgl. dazu die Besprechung von Peter Müller in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 167, 2019, S. 456–458 (online); Benjamin Müsegades in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 78, 2019, S. 638–639 (online); J. Friedrich Battenberg in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde 76, 2018, S. 361–362 (online).