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Karl Christ auch Carl Christ (geb. am 23. November 1841 in Karlsruhe — gest. am 29. Mai 1927 in Ziegelhausen (damals noch Gemeinde bei Heidelberg) war ein Heimatforscher und Privatgelehrter.

Karl Christ war der Sohn des Juristen Anton Christ (1800–1880) und wuchs mit seinem Bruder Gustav Christ (1845–1918) in Karlsruhe, Frankfurt und Heidelberg auf. Er studierte Chemie, Jura und Volkswirtschaft an der Universität Heidelberg, jedoch ohne Abschluss.

Er beschäftigte sich sein Leben lang als Privatgelehrter mit der Geschichte von Heidelberg und dessen kurpfälzer Umgebung. 1860 entdeckte er die Überreste der Ringwälle auf dem Heiligenberg.

1890 wurde er Mitglied der Kommission für die Geschichte der Stadt Heidelberg und gab mit Albert Mays bis zu seinem Tode das Neue Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg und der rheinischen Pfalz (später: Neues Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg und der Kurpfalz) heraus. Im November 1921 verlieh ihm die Universität Heidelberg den Titel eines Dr. phil. h. c. (Ehrendoktorat, honoris causa).

Er war Ehrenmitglied des Mannheimer Altertumsvereins und des Odenwaldklubs.

Er lebte in Ziegelhausen, wo er auch starb und beerdigt wurde. Die Straße, in der er wohnte, wurde nach ihm Karl-Christ-Straße benannt.

Veröffentlichungen (Auswahl)[]

  • Aus dem Heidelberger Lapidarium 1. Heidelberg, 1908.
  • Aus dem Odenwald. Buchen, 1921.
  • Chronik von Ziegelhausen und dem Centwald. Feyel, Mannheim, 1923.
  • Heimatkunde von Ziegelhausen bei Heidelberg und der Bergsträßer Allmendwald. Weiß'sche Universitätsbuchhandlung, Heidelberg, 1926.

Weblinks[]