Der Dipl.Ing. Julian Hanschke ist Wiss. Mitarbeiter und apl. Prof. am Karlsruher Institut für Kunst- und Baugeschichte der Fakultät für Architektur der Universität Karlsruhe am Institut für Technologie.
Hanschke wurde durch seine Rekonstruktionen des Aussehens der Anlage in den verschiedenen Jahrhunderten bekannt.
Zustand um 1550 nach Julian Hanschke Eine beeindruckende Simulation über die Jahrhunderte: (dort als Video, 2016, 4 Min.)
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• Julian Hanschke, Titel:
„Schloss Heidelberg – Architektur und Baugeschichte“
496 Seiten, 551 Abbildungen, ISBN 9783000509278.
Voransicht, ® des Originals beim Autor J Hanschke, 2015
Er hat 2015 die Ergebnisse seiner Arbeiten zum Heidelberger Schloss publiziert und vor Ort vorgestellt. Es ist mittlerweile vergriffen und nur noch selten antiquarisch erhältlich.
- Fünf dreidimensionale Gesamtmodelle des Schlosses: wahrscheinlicher Zustand von 1550, 1600, 1620, 1680 und 1890.
- Die Rekonstruktionen des Inneren von einigen Repräsentationsräumen des Schlosses
Basierend auf in Archiven wiedergefundenen Plänen, Sizzzen:
- Im „Wetzlarer Skizzenbuch“, einer Plansammlung des 17. Jahrhunderts und bekannt seit über 100 Jahren, identifizierte er einen Plan für den Umbau des Dicken Turmes an der Nordwestecke des Schlosses, also zum Tal hin
- und einige Detailstudien zur Fassadengestaltung des benachbarten Englischen Baus
- Stadtplan von Heidelberg aus dem Jahr 1711, in der Handschriftensammlung der Sächsischen Landesbibliothek in Dresden
- In der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart fanden sich weiteren Originalpläne zum Dicken Turm
- In Bauzeichnungen des Heidelberger Schlossbaumeisters Lorenz Lechler, die der Steinmetz offenbar zur Illustration seines bislang nur als purer Text überlieferten Lehrbuches angefertigt hatte, fand er eine ideale Vorlage etwa für den spätgotischen Erker des Bibliotheksbaus im Heidelberger Schlosshof.
- In Wien stieß er in der Sammlung der Akademie der bildenden Künste, die im Besitz einer Anzahl bekannter pfälzischer Bauzeichnungen ist, auf zwei unbekannte Gewölberisse: Entwürfe zum Gewölbe im ersten Obergeschoss des Heidelberger Glockenturmes aus dem späten Mittelalter.
- Bauaufnahme der Architekten Julius Koch und Fritz Seitz um 1890 für einen möglichen Wiederaufbau des Schlosses, rund 600 Pläne
Verlagsinfos:[]
551 Abbildungen, dabei zahlreiche historische Ansichten, Baupläne, aktuelle Fotografien und digitale Rekonstruktionen zur Baugeschichte des Heidelberger Schlosses. Das Bildmaterial ermöglicht es, den Werdegang der Anlage schrittweise vom späten Mittelalter bis zur Zerstörung im 18. Jahrhundert nachzuvollziehen.
Inhaltsangaben und Abbildungen[]
- Bei bg.ikb.kit.edu
Dazu auch von Innenräumen – wie dem großen Saal im heute zerstörten Bibliotheksbau oder im gläsernen Saalbaus
vier Animationen (mit Blick von Nordwesten) von Julian Hanschke dokumentieren die verschiedenen Bauzustände des Schlosses (auf der RNZ-Seite von oben nach unten):
- Im Jahr 1550 herrschte in der Anlage noch viel Fachwerk vor – typisch für die Gotik, genauso wie die vielen Erker und Anbauten, die es damals gab. Im Jahr
- 1600 wird der Friedrichsbau in die Anlage platziert, das zweite Renaissancegebäude nach dem Ottheinrichsbau. Nach und nach wird die Anlage überformt,
- 1620 kommt das Ballhaus dazu und die Türme zieren geschweifte Hauben. Zudem entsteht neben dem Dicken Turm der Englische Bau. Danach gab es Bestrebungen, die Nordfassade anzugleichen und zu einem großen Riegel auszubauen.
- 1680 sind die modernen Bastionierungen unterhalb vom Dicken Turm und an der Karlsschanze zu erkennen (unten). Die Dachlandschaft von damals blieb erhalten.
Die Geschichte der Erbauung des Heidelberger Schlosses zieht sich über mehrere Jahrhunderte. Hanschke hat die zeichnerische Rekonstruktion der wichtigsten Bauphasen des Schlosses und seiner Innenräume vor der Zerstörung dargestellt.
Inhalts-Verzeichnis[]
Vorwort
Seite
12 Geschichte des Heidelberger Schlosses - chronologische Darstellung
Katalog der Bauten
91 Ruprechtsbau
111 Bibliotheksbau
133 Frauenzimmerbau
159 Englischer Bau
181 Fassbau
189 Friedrichsbau
221 Gläserner Saalbau
250 Ottheinrichsbau
301 Ludwigsbau
307 Ökonomiegebäude, Soldatenbau und Brunnenhalle
325 Torturm, Schlossbrücke, Brückenhaus und Seltenleer
335 Dicker Turm
348 Stückgarten, Rondell, Elisabethentor und Vogelhaus
355 Glockenturm
371 Apothekerturm
377 Krautturm
385 Wehranlagen an der Ostseite des Schlosses
388 Zeughaus
390 Altangebäude und älteres Nordtor
398 Karlsschanze, zweiter Torbau und große Batterie
403 Schlossbrunnen
406 Hortus Palatinus
439 Heiliggeistkirche
468 Das Steinmetzenbuch des Heidelberger Schlossbaumeisters Lorenz Lechler
472 Anmerkungen
488 Bildnachweis
490 Literaturverzeichnis
Rezensionen[]
- rnz vom
- die-stadtredaktion.de 2015/11 neue-erkenntnisse-zur-baugeschichte-des-beruehmten-schlosses (Link ist defekt/offline)
- Rezension bei Burgen.de Im Besucherzentrum des Schlosses wird das Buch des Architekturhistorikers Julian Hanschke präsentiert. Entstanden ist es aus einem Projekt am Institut für Kunst- und Baugeschichte der Fakultät für Architektur am Karlsruher Institut für Technologie. Unterstützt wurde die Realisierung von der Stadt Heidelberg und von den Staatl. Schlösser & Gärtenverwltg.
Buchtitel Koch und Seitz, 1890
Literatur[]
- Julius Koch und Fritz Seitz - Digitalisat
Siehe auch[]
- Stadt Heidelberg
- Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
- Bisherige wissenschaftliche Auseinandersetzungen zur Baugeschichte
- Pfälzischer Erbfolgekrieg in den Jahren 1689 und 1693
- vgl. Seite zur Heiliggeistkirche in HD: Manfred Schneider, Julian Hanschke, Hans Gercke zeigen und beschreiben auf einer umfangreichen Webseite: Die Heiliggeistkirche zu Heidelberg, 2021, mehr als 650 Fotografien und Texte zur Baugeschichte und zur Kunstgeschichte.
- NEUE PROJEKTE ....... Stadt Ulm, Stadt Nagold, Stadt Oppenheim