Jan Assmann, geboren 1938 in Langelsheim (Harz), war Prof seit 1976 Ägyptologie an der Universität Heidelberg. Er publiziert auch immer wieder Titel am Rande zur Religionsphilosphie.
Er leitet u.a. seit 1978 ein Forschungsprojekt in Luxor (Oberägypten) und lehrte als Gastprofessor unter anderem in Paris, Yale und Jerusalem.
Bücher U. a:
- „Die mosaische Unterscheidung“. Darin wird zwischen primären und sekundären Religionen unterschieden. Während die Ersten tief in die Geschichte zurückreichen, wurden die Zweiten gestiftet und haben ein Datum. Letztere müssen sich vom Vorausgegangenen absetzen, womit es zu einer Abkehr von der eigenen Vergangenheit kommt.
- Die Mosaische Unterscheidung oder der Preis des Monotheismus. Carl Hanser Verlag, München, 2003. ISBN 9783446203679, 284 Seiten.
- Rezensionen, zB NZZ, DZ, SZak.
- „Monotheismus und die Sprache der Gewalt“ ging den Fragen nach, warum der Monotheismus in der Überlieferung mit so viel Gewalt erinnert wird und wann Worte in Taten umschlagen. Assmann nannte dafür frühe Säuberungsaktionen und Kriege.
- „Totale Religion“, (angeregt durch den Staatsrechtler und Philosophen Carl Schmitt, dessen Schrift über den „Begriff des Politischen“ zwischen Freund und Feind unterscheidet. Erst im Ernstfall des Krieges enthüllt sich der wahre Charakter des Prinzips, nach dem sich die Menschen verbinden. Schmitt fasst den Staat als Dasein zum Krieg, aus Polarisierung wird dann offene Feindschaft. In diesem Ernstfall sind die Menschen zu allen Opfern bereit, kennen nur noch Freund und Feind. Dagegen machen Modernisierungstheoretiker wie Max Weber auch Gebiete des Unpolitischen aus: Kunst, Wissenschaft, Religion, Recht oder Wirtschaft.)