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Der  Jurist Gustav Radbruch, geb. 21. November 1878 in Lübeck - gest. 23. November 1949 in Heidelberg, galt als tadelloser Demokrat, der sich während der Weimarer Republik als sozialdemokratischer Reichstagabgeordneter und als Reichsjustizminister (in der Zeit 1921 -1923) für eine Reformation und Humanisierung des Straf- und Kriminalrechts eingesetzt hatte.

In seinen rechtstheoretischen Arbeiten versuchte er schon vor dem Ersten Weltkrieg, durch eine philosophische Besinnung auf den Kulturgegenstand des Rechts die Grundlage für eine ideologiefreie Rechtsauffassung zu schaffen.

Nach 1933 entfernten ihn die Nationalsozialisten als einen der ersten Hochschullehrer aus dem „Berufsbeamtentum“, woraufhin er sich ins Privatleben zurückzog und dort seine Arbeitskraft nur der Wissenschaft widmete.

Gustav Radbruch bemühte sich 1945 mit anderen zusammen (Dreizehnerausschuß) im besetzten Heidelberg um eine Neueröffnung der von der Militärregierung zunächst geschlossenen Uni HD.


Sein Grab am Rundweg IV, 19 besteht aus einem blockhaften, aus rotgrauem Quarz gestalteten Grabmal mit einer Relieftafel, ähnlich einem attischen Weihrelief, das Pallas Athene darstellt. Dort sind auch seine Frau Lydia und seine Tochter Renate beerdigt. Ein Gedenkkreuz erinnert an Sohn Anselm (Kriegstoter).

Medien[]

  • Konrad Zweigert: Nachruf, 27. November 1958, in: DiE ZEIT NR. 48/1958

Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Gustav Radbruch“


oder auch: Ausführlicher Artikel im Online-Lexikon de.Wikipedia unter:



Link


Chris Thomale: Das moralische Gewissen der deutschen Rechtswissenschaft nach 1945 

**Internationale Tagung zu dem bedeutenden Heidelberger Juristen Gustav Radbruch am Heidelberg Center Lateinamerika – Zwei Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung,


Squella: Radbruch sei der Unterschied zwischen Recht und Moral bewusst gewesen, und er habe sich nach der Diktatur als Politiker und Moralist und nicht als Theoretiker eines übergeordneten Rechts geäußert.




RNZ, Heidelberger Nachrichten vom Dienstag, 13. Dezember 2016, Seite 25

Sein Grab befindet sich auf dem Heidelberger Bergfriedhof in der Waldabteilung.[1] Das blockhafte, aus rotgrauem Quarz gestaltete Grabmal zeigt in der Relieftafel ein attisches Weihrelief, das Pallas Athene darstellt. Ihm zur Seite liegen seine zweite Ehefrau Lydia († 1974), sowie ihre gemeinsamen Kinder Renate († 1939) und Anselm († 1942), an den ein Gedenkkreuz erinnert.[2]


www, Anmerkungen

  1. Bergfriedhof Heidelberg, Waldabteilung B, 1. Reihe, 526
  2. L. Ruuskanen: Der Heidelberger Bergfriedhof im Wandel der Zeit, Verlag Regionalkultur, 2008, S. 225f.