Friedrich Hölderlin (* 20. März 1770 in Lauffen am Neckar, Herzogtum Württemberg; † 7. Juni 1843 in Tübingen, Königreich Württemberg) war ein Lyriker.
>>>> siehe unter Heidelberg-Gedichte
Lange lieb ich dich schon, möchte dich, mir zur Lust,
Mutter nennen und dir schenken ein kunstlos Lied,
Du, der Vaterlandsstädte
Ländlichschönste, so viel ich sah.
Rezensionen[]
- Helmuth Kiesel schrieb 2016: Warum Heidelberg die „ländlichschönste“ der südwestdeutschen Städte ist, wird von ihm in den folgenden Strophen gesagt. Es ist der Einklang von Natur und Architektur. In RNZ 23. April 2016, Seite 58
==Weblinks==
*
*
*
- Die dritte Strophe erinnert an einen Moment, an dem ihm die Brücke zum Schwellen- und Entscheidungsort wurde: Wie von einem göttlichen Zauber gebannt, stand er einst auf der Brücke und ließ den Blick über den unablässig ziehenden „Strom“ in die „reizende Ferne“ schweifen, „Traurigfroh, wie das Herz, wenn es, sich selbst zu schön, / Liebend unterzugehen, / In die Fluten der Zeit sich wirft.“
- – „Traurig“, so darf man das wohl verstehen, weil es gilt, Abschied von einer Idylle zu nehmen, von einem Ort und Zustand vollkommener Harmonie aus Landschaft, Stadt und „fröhlichem“ menschlichem Treiben; „froh“, weil der notwendig scheinende Sprung in die „Fluten der Zeit“ oder des Lebens wohl beschlossen und mithin bereits gewagt ist.
Die Ausstellung zum Dichter[]
Die für 2020 geplante Ausstellung im Kurpfälzischen Museum in Heidelberg (KMH) zum Dichter Friedrich Hölderlin bietet Bestände aus der Sammlung des Museums: die Handschrift der Heidelberg-Ode sowie ein Exemplar ihres Erstdrucks in der Zeitschrift Aglaia, ein Porträt des Homer-Übersetzers Johann Heinrich Voß, die Pindar-Ausgabe aus dem Besitz der Familie Voß, Arbeiten des Universitätszeichenlehrers Friedrich Rottmann und Aquarelle seines Sohnes Carl, der in den 1830er Jahren Griechenland für die Landschaftsmalerei entdeckte. Plus Leihgaben aus Privatbesitz.