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Auch eine Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität „Ruperto - Carola Heidelbergensis“ wurde 2022 in Heidelberg offiziell eröffnet. Dabei liegt der Fokus jedoch nicht auf Technik, sondern es geht um neue Anwendungsgebiete der Naturwissenschaften.

Mehrere Jahrhunderte waren Medizin, Theologie, Jura und Geisteswissenschaften der Kernbestand der Lehre in Heidelberg. Künftig wird die Universität Heidelberg auch den akademischen Grad eines „Dr.-Ing.“ vergeben. Die neue Fakultät sei bewusst nicht technikwissenschaftlich ausgerichtet, beschäftige sich also nicht mit den traditionellen Ingenieurwissenschaften wie Bauingenieurwesen oder Maschinenbau. Vielmehr solle die Lücke geschlossen werden zu modernen, auf Naturwissenschaften aufbauenden „Engineering Sciences“. Das sei, so der damalige Uni-Rektor Eitel, ein neues Verständnis der Ingenieurwissenschaften: „Ich ‚engineere’, arbeite also daran, die Erkenntnisse aus den Naturwissenschaften in neue Anwendungen zu überführen.“

Die erforderlichen Infrastrukturen habe die Universität in den vergangenen Jahren gezielt aufgebaut. So werden Technische Informatik, Engineering Molecular Systems und kohlenstoffbasierte Materialwissenschaften sowie Molekulare Biotechnologie in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften zusammengeführt. Diese drei profilgebenden Bereiche werden durch weitere Wissenschaftler aus fächerübergreifenden Forschungszentren der Universität – dem Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen, dem Zentrum für Molekulare Biologie, dem Biochemie-Zentrum und dem BioQuant-Zentrum – verstärkt. In der Lehre startet die neue Fakultät mit dem interdisziplinären Bachelor- und Master-Studiengang Molekulare Biotechnologie, dem Staatsexamens-Studiengang Pharmazie, dem Master-PhD-Programm Matter to Life im Rahmen der gleichnamigen Max Planck School sowie dem Master-Studiengang Technische Informatik. Weitere Studiengänge in Verbindung mit Mathematik und Informatik sowie im Bereich des Bioengineering sind in der Vorbereitung.

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Gründungsdekan ist der Mathe-Prof. Guido Kanschat.


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