Am 1. April 1945 wird die Universität von der amerikanischen Militärregierung geschlossen, am 15. August 1945 wird sie als erste deutsche Universität wieder geöffnet.
Den so genannten Dreizehner-Ausschuss bildeten die Treffen von
Karl Heinrich Bauer, Ernst Engelking, Alfred Weber, Karl Jaspers, Karl Engisch, Gustav Radbruch, Hans Schaefer, Renatus Hupfeld, Walter Jellinek, Wolfgang Gentner, Martin Dibelius, Karl Freudenberg, Alexander Mitscherlich, Johannes Hoops
- … bemühen sich um eine baldige Wiedereröffnung und um eine geistige sowie personelle Erneuerung der Universität Heidelberg
Am 5. April 1945: politisch unbelastet gebliebene oder im dritten Reich entlassene Professoren bilden den „Dreizehnerausschuß“
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Unmittelbar nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in Heidelberg schloss die Militärregierung am 1. April 1945 die NS-Universität. Dies entsprach der Weisung General Eisenhowers, der als Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte mit der Proklamation Nr. 1 bis auf Weiteres die Einstellung des Lehrbetriebes an allen deutschen Bildungs- und Erziehungsanstalten angeordnet hatte.
An eine Wiedereröffnung der Universitäten dachten die Amerikaner zunächst bis nach Abschluss der Entnazifizierung zu warten. In Heidelberg bemühte sich jedoch eine Gruppe von unbelasteten, zum Teil nach 1933 von der Universität vertriebenen Professoren (der sogenannte Dreizehner-Ausschuss) auf der Basis der allseits gebotenen geistigen Neuorientierung um eine möglichst rasche Neueinrichtung.
Die Militärregierung zögerte zunächst, diesem Wunsch nachzugeben, lenkte aber ein, nachdem das für das deutsche Bildungswesen zuständige Mitglied im amerikanischen Teil des alliierten Kontrollrates, Edward Y. Hartshorne, sich Anfang Juli für eine baldige Wiedereröffnung der deutschen Universitäten in eigener Verantwortung ausgesprochen hatte.
Skandalträchtig diese Formulierung auf der Uni-Website:
- In der Phase der Entnazifizierung büßte die Universität bis zum Herbst 1946 rund die Hälfte des Lehrkörpers ein; bei den Ordinarien lag der Anteil bei zwei Dritteln. Dieser Wegfall ……
(so geht der Text weiter: Dieser Wegfall konnte während der folgenden drei Jahre nur langsam ausgeglichen werden: durch die Reaktivierung von Professoren, die in der NS-Zeit die Lehrberechtigung verloren hatten, durch Ordinarien, die in einem Spruchkammer-Verfahren als nicht belastet eingestuft wurden, sowie durch Neuberufungen.)