Bernhard Schlink, 1944 bei Bielefeld geboren, wuchs in Heidelberg auf, wo sein Vater Edmund seit 1946 als Professor für Systematische Theologie an der Universität lehrte, deren Rektor er 1953/54 auch war. Sohn Schlink studierte Jura in Heidelberg und Berlin, wurde 1975 in Heidelberg promoviert. Von 1987 bis 2006 war er Richter am Verfassungsgerichtshof Nordrhein-Westfalen in Münster. 2010 war er der 15. Heidelberger Poetikdozent.
Der Autor war schon Mitte vierzig, als er seinen ersten Roman vorlegte
neu 2020[]
- Bernhard Schlink: „Abschiedsfarben“. Erzählungen. Diogenes Verlag, Zürich, 2020. 240 Seiten.
Rezension: H Vogt, RNZ 22.7.20: Tausend und mehr Schattierungen von Grau. Seite 11. Eine ganz intensive Stimmung von Indian Summer …
z. B.[]
Das Buch „Der Vorleser“, das zum Teil in Heidelberg spielt, wurde einer der (auch international) erfolgreichsten deutschen Romane der letzten 30 Jahre. Der Titel wurde in über 50 Sprachen übersetzt und war das erste deutsche Buch, das auf Platz eins der Bestsellerliste der „New York Times“ stand. Auch die Kinoversion mit Oscar-Preisträgerin Kate Winslet und David Kross in den Hauptrollen war ein großer Erfolg.
- Bernhard Schlink: „Olga“. Roman. Diogenes Verlag, Zürich, 2018. 311 S.
- Verriss von Peter Mohr in der RNZ vom 16. Januar 2018, Seite 13.
Der literarische Versuch, ein politisch äußerst ereignisreiches Jahrhundert erzählerisch in einen knappen Roman zu pressen. Im Mittelpunkt der dreigeteilten Handlung steht Olga, die am Ende des 19. Jahrhunderts in Schlesien geboren wird, früh ihre Eltern verliert und bei ihrer Großmutter in Pommern aufwächst. Sie lernt in der Schule den aus wohlhabender Familie stammenden Herbert kennen, der ein Draufgänger ein Abenteurer ist. Ihr Weg führt von der Lehrerin zur Näherin. Olga Rinke hat ihr Gehör verloren und muss den geliebten Beruf aufgeben, während ihr Geliebter den zweifelhaften Zielen wechselnder politischer Machthaber hinterherhechelt.
Bei der Stadtbücherei Heidelberg: Signatur StBü