- Albert Fraenkel (…… — ……) war
Julius Albert Fraenkel (Rufname Albert F., geb. am 3. Juni 1864 in Mußbach an der Weinstraße; gest. am 22. Dezember 1938 in Heidelberg)[1] hatte, war ein deutscher Arzt, der als Tuberkulose- und Herzforscher bekannt wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte er eine Behandlung der Herzinsuffizienz durch intravenöse Injektion des Herzglykosids Strophanthin.
Obwohl er 1896 bei seiner Hochzeit vom Juden- zum Christentum konvertiert war, verlor er in der Zeit des Nationalsozialismus wegen seiner familiären Herkunft nacheinander seine Anstellung, seine Professur und schließlich auch die Zulassung als Arzt.[2]
1927 gründete er in Heidelberg das internistische Mittelstands-Sanatorium Speyererhof und wurde dessen Ärztlicher Direktor.
Nachdem 1928 unter der Federführung der Landesversicherungsanstalt Baden die Krankenhaus Rohrbach GmbH gegründet worden war, die wenig später in Tuberkulose-Krankenhaus Rohrbach GmbH umfirmierte, wurde Fraenkel auch dort Ärztlicher Direktor und gleichzeitig zweiter Geschäftsführer.
1928 wurde er Professor an der Heidelberger Medizinischen Fakultät mit einem Lehrauftrag für Tuberkulose.
Gleich nach der sogenannten Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Fraenkel am 1. April 1933 als Jude aus allen Ämtern entlassen.
Dem Entzug seines Lehrauftrags in Heidelberg kam er nur dadurch zuvor, indem er auf eine weitere Lehrtätigkeit verzichtete. Im September 1938 wurde ihm − wie allen jüdischen Ärzten − die Approbation entzogen.
- … mehr bei wikipedia (Albert_Fraenkel_(Mediziner,_1864) )
Drei Monate später starb er im Alter von 74 Jahren in Heidelberg. Die Urnenbeisetzung auf dem Bergfriedhof Heidelberg konnte erst nach dem Zweiten Weltkrieg stattfinden. Im September 2013 wurde das Familiengrab in die Liste der Ehrengräber der Stadt Heidelberg aufgenommen.
Zur Grabstelle auf dem Bergfriedhof in Heidelberg in der Abteilung NNnn . Foto bei wikipedia.
Siehe auch[]
- ↑ Internetquelle hrsg=Alexander Kipnis |titel=Fraenkel, Albert (1864–1938), Mediziner |url=http://www.kipnis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=129&Itemid=26 |zugriff=2013-10-18
- ↑ Literatur, Wolfgang U. Eckart: |Titel=Die Medizinische Fakultät |Hrsg=Wolfgang U. Eckart, Volker Sellin, Eike Wolgast |Sammelwerk=Die Universität Heidelberg im Nationalsozialismus |Verlag=Springer Medizin Verlag |Ort=Heidelberg |Datum=2006 |ISBN=978-3-540-21442-7 |Seiten=641–649 |Kommentar=Albert Fraenkel S. 648
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