Der Arzt, Prof. und Dr. der Medizin, Adolf Kußmaul (1822–1922) lebte lange in Heidelberg, war Forscher und Hochschullehrer, wurde sein Ehrenbürger und an ihn erinnern dort und andernorts Straßennamen. Ein wichtiges Symptom in Medizin und Krankenpflege ist nach ihm benannt - die Kußmaulsche Atmung. Ebenso die Schule in seinem Heimatort, seit 2006 die Kussmaul-Medaille für renommierte Rheumatologen, und seit 1991 ein Preis für Nachwuchs-Wissenschaftler (Med.).
Bio-Daten[]
- Geboren am 22. Februar 1822 in Graben in Baden (heute Ortsteil von Graben-Neudorf bei Karlsruhe)
- Vollständiger Namen: Carl Philipp Adolf Konrad K., Eltern ……
- 1845 Abschluss des medizinischen Staatsexamens
- Adolf Kußmaul erhält die Goldene Karl-Friedrich-Medaille für seine Untersuchung der Farbenerscheinungen im Hintergrund des menschlichen Auges.
- 1848–1849 dient er als Militärarzt bei den Feldzügen durch Baden und Schleswig-Holstein, zunächst beim 1. Infanterie-Regiment. 1849 ist er zusammen mit drei weiteren Feldärzten im 1. Bataillon des Regiments v. Freydorf Nr. 4 (dem späteren Leibgrenadierregiment) in Schleswig-Holstein. Im Dezember 1849 scheidet er auf eigenen Antrag aus dem Militärdienst aus.
- 1850–1853 praktiziert er als Landarzt.
- 1855 Promotion in Würzburg und Lehrbefähigung für pathologische Anatomie in Heidelberg.
- 1866 beschreibt er das Krankheitsbild der „Periarteriitis nodosa” (auch Kaußmaul-Maier-Krankheit genannt), eine Autoimmun-Erkrankung, die zur Entzündung der Blutgefäße führt.
- 1867 entwickelte Kußmaul eine Methode zum Magen-Auspumpen (Magenausheberung; oft lebensrettend bei Vergiftungen)
- 1874 Beschreibung der später so genannten Kußmaul'schen Atmung (Kußmaul Atmung)
- 1888 Kaußmaul tritt von seinem Lehramt zurück
- Gestorben am 28. Mai 1902 in Heidelberg)
Ärztlicher Leitspruch[]
Anlässlich seines 80. Geburtstag formulierte Adolf Kußmaul seinen ärztlichen Leitspruch so:
- „Klar denken, warm fühlen, ruhig handeln.“